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Österreicher sehen Integration weiter kritisch

Zuwanderung und Integration von Flüchtlingen wird hierzulande weiter kritisch gesehen. Für beinah zwei Drittel der Befragten des aktuellen Integrationsbarometers kann Österreich den Zuzug an Flüchtlingen nicht gut bewältigen. 61 Prozent bewerten das Zusammenleben mit Zuwanderern schlecht. Als zentrale Herausforderung wird die Einstellung gegenüber Frauen (54 Prozent) gesehen, gefolgt von der Sorge vor dem politischen Islam und Radikalisierung (52 Prozent).

Österreicher sehen Zuwanderung kritisch
Österreicher sehen Zuwanderung kritisch

Durchgeführt wird das Integrationsbarometer von Meinungsforscher Peter Hajek im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Befragt wurden zum Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund 1.000 österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 16 Jahren. Seit 2015 liefert der Integrationsbarometer laufend repräsentative Daten zu gesellschaftlichen Stimmungsströmungen.

Die größte Sorge der Österreicher ist aktuell die Inflation mit 42 Prozent, danach kommen Engpässe in der Gesundheitsversorgung und Pflege mit 33 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen gleichauf die hohe Steuerbelastung und die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern mit je 32 Prozent.

Während 61 Prozent das Zusammenleben von Österreichern mit Flüchtlingen, Zuwandern und Muslimen als "eher oder sehr schlecht" bewerten, bestehe nach wie vor eine hohe Solidarität mit Vertriebenen aus der Ukraine, hieß es. 60 Prozent der Befragten empfinden das Zusammenleben mit dieser Gruppe als "sehr oder eher gut".

Neben den am häufigsten genannten Herausforderungen wie der Einstellung gegenüber Frauen und dem politischen Islam gaben die Befragten auch die Ausnutzung des Sozialsystems, mangelnde Deutschkenntnisse, Gewaltbereitschaft und Kriminalität sowie die Entstehung von Vierteln, in denen besonders viele Zuwanderer wohnen, als weitere Probleme an. Über 90 Prozent der Menschen im Land sehen das Wissen über Gesetze und Werte sowie deren Anerkennung, eine Berufstätigkeit und gute Kenntnisse der deutschen Sprache nach wie vor als ausschlaggebend für eine gelungene Integration.

KOMMENTARE (3)

Eva Schwaiger

Kritisch - sehr zu recht - sehr !!
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Martin Tippel

Kurden, Palästinenser, Iraker, Syrer, Afghanen, Tschetschenen, Tadschiken - ich war immer der Meinung diese Menschen fliehen vor Krieg und Verfolgung zu uns um hier in Sicherheit um Asyl anzusuchen und sich ein neues Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand aufzubauen. Langsam beschleicht mich der Gedanke, die kommen zu uns, weil sie hier ungestört demonstrieren, randalieren und terrorisieren können, wohingegen sie in ihrer Heimat dafür wohl verprügelt, gefoltert und weggesperrt würden. Warum lassen wir das zu? Warum rechtfertigen wir dieses Verhalten immer noch mit einer Charta, die vor vielen Jahrzehnten für einen ganz anderen Zweck geschaffen wurde und heute weder zeitgemäß noch angemessen ist? Warum tun wir uns so schwer Dinge beim Namen zu nennen? Warum tun wir uns so schwer Organisationen zu verbieten und unter Strafe zu stellen? Warum tun wir uns so schwer Straffällige in ihre Herkunftsländer abzuschieben, ohne Rücksicht darauf was sie dort erwartet (sie nehmen auf unsere Gesellschaft ja auch keine Rücksicht)? Es ist wie mit dem Wolf und dem Bären. Wer die Wiederansiedelung von Raubtieren postuliert hält sich vom Lebensraum dieser Kreaturen fern. Das Vok muss dann damit leben und kämpfen, was ihnen die intellektuellen Eliten aufbürden. Ist es bei der inflationären Migration nicht genau gleich?
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Gertraud Hummer

wer hätte das gedacht ?
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